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Authentischer Politthriller
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Öl. In diesem Film geht es um das Movens der amerikanisch dominierten Weltwirtschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Zwei amerikanische Energiekonzerne fusionieren und intrigieren - von der US-Regierung protegiert - um die Schürfrechte in einem arabischen Emirat am persischen Golf den aufkommenden, ebenfalls energiehungrigen Chinesen wegzuschnappen. Was ihnen, dank Knowhow in Sachen Korruption und diplomatischer Kaltblütigkeit auch gelingt. Die Folgen: Machtkampf zwischen den beiden Söhnen des Emirs, welche diametral unterschiedliche Ansichten punkto Entwicklung und Souveränität ihres Landes haben, und Zuwendung entlassener pakistanischer Erdölarbeiter an Koranschulen, aus denen schliesslich Selbstmordattentäter, oder sagen wir doch auch mal Märtyrer, hervorgehen. >In diesem Spannungsfeld spielt die Geschichte von Bob (George Clooney), dem erfahrenen, sprachgewandten CIA-Agenten, der letztlich nur zu Langley's Manipuliermasse gehört, der aber dank eines aufrechten Kollegen in der Zentrale, merkt, was hier gespielt wird, und versucht, (erfolglos) Einfluss zu nehmen, um Ungeheuerliches zu verhindern. >Die mehrschichtigen Handlungsebenen verlangen von den Zuschauern äusserste Aufmerksamkeit. Aber der Suspense belohnt sie am Ende. Das Werk von Regisseur Steven Soderbergh knüpft nahtlos an so hervorragende Politthriller wie z.B. "Missing" oder "Z" von Costa-Gavras an. Für alle diejenigen kritischen Zeitgenossen geeignet, die sich nicht nur mit oberflächlichen Zeitungsmeldungen zufrieden geben, sondern auch wissen wollen, was hinter Schürfrechten, Selbstmordattentaten und "guten" Beziehungen der Amerikaner zu Erdöl-produzierenden Ländern steckt.
Eine Rezension von Doktor Faust "praxis603" Schweiz
vom 24. September 2006
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