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| Quentin Tarantino's Death Proof [Soundtrack] von Various
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![Quentin Tarantino's Death Proof [Soundtrack]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51kZYvpOg6L._AA240_.jpg) | |
| Rezensionen: | | Selbst Quentin Tarantino scheint neuerdings auf eine Fernsehverwertung seiner Filme zu setzen! Bei seinem jüngsten Werk ?Death Proof? spielt es nämlich nicht die geringste Rolle, ob man zwischendurch ?mal muss? oder Bier aus dem Kühlschrank holen geht. Alternativ könnte man ebenso gut -wenn nicht sogar besser- den dazu gehörigen SoundtrackDeath Proofanhören, ohne Wesentliches zu verpassen. Das garantiert schon allein die etwas knappe CD-Spielzeit von lediglich 38 Minuten. Doch hier gilt: In der Kürze liegt die Würze.
Keine Sorge; an dieser Stelle folgt keine Filmkritik, keine Erörterung der Frage, ob Quentin Tarantino langsam nichts mehr einfällt oder ob vielmehr die Welt noch nicht reif für seine Filme ist. Nur so viel: ?Death Proof? war ursprünglich konzipiert als ein Bestandteil des dreistündigen Doppel Features ?Grindhouse?, das jedoch nach US-Maßstäben in den Kinos floppte. Grund genug, das ?Death Proof?-Fragment zu einer 124 Minuten Version aufzupumpen und als eigenständigen Film samt Soundtrack in Europa zu präsentieren. Der Zeitfaktor scheint dabei eine nicht unbedeutende Rolle zu spielen. So verschwenderisch der Film mit den Minuten umgeht, so sehr geizt der Soundtrack mit ihnen! Leider, denn während sich in punkto Film der Wunsch in Grenzen hält, ihn anschließend gleich noch ein zweites Mal zu sehen, dürfte der SoundtrackDeath Proofgerne noch ein bisschen länger sein. Als gelungenes Beispiel für perfekte Ausgewogenheit sei an den Soundtrack von David Lynchs FilmLost Highwayerinnert, mit seinem dicht geknüpften Netz aus Songs und Dialogfetzen. An diesen Film müssen übrigens auch die Macher vonDeath Proofgedacht haben, denn die Ähnlichkeit in punkto Cover-Gestaltung ist einfach verblüffend. Im Gegensatz jedoch zuLost Highway, dessen Soundtrack ein musikalisches Psychogramm der Protagonisten nachzeichnet, stelltDeath Proofeine Hommage an ein gesamtes Genre, die Grindhouse-Shows mit ihrer Mischung aus Sex, Crime und Gewalt dar, als dessen Vertreter auch der Film betrachtet werden möchte. Konsequenterweise greift der Soundtrack tief in die Schatzkiste der 60er und 70er Jahre und bringt 13 ausgezeichnete, zum Teil fast schon vergessene, Songs zu Gehör. Darunter befinden sich unter anderem T-Rex mit ihrem Song ?Jeepster? und April March mit ?Chick Habit?; die Blues-Band Pacific Gas & Electric aus San Francisco mit ?Staggolee? und den Soulsänger Joe Tex, den einst sogar James Brown coverte, mit seinem ?The Love You Save?. Besonderes Highlight ist eine Komposition von Ennio Morricone, ?Paranoia Prima?, ursprünglich aus einem anderen Score namensIl Gatto A Nove Code. Für ältere Jahrgänge bietetDeath Proofgenügend Potenzial zum Schwelgen in nostalgischen Erinnerungen, für die jüngeren echten Anlass zur Neuentdeckung musikalischer Wegbereiter von Blues Rock und Soul der 60er und 70er.Andreas Schultz
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