Metroid Prime
von Nintendo


 
Rezensionen:
Fans der erfolgreichenMetroid-Reihe waren skeptisch: Kann man aus einem Sidescroller wirklich einen Ego-Shooter machen? Man kann:Metroid Primeist zwar von der Optik her ein Ego-Shooter und man ballert auch durchaus den ein oder anderen fremdartigen Organismus von der Planetenoberfläche -- im Vordergrund stehen aber die althergebrachtenMetroid-Tugenden: die Gegend und die Lebensformen erforschen sowie neue Fähigkeiten, Waffen und Kampfanzug-Upgrades finden, um sich der feindlichen Umwelt besser entgegenstellen zu können.

Der Spieler in Gestalt vonMetroid-Heldin Samus Aran muss sich zunächst auf jeden Fall mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Steuerung vertraut machen. Anders als bei anderen Ego-Shootern bewegt man Samus ausschließlich mit dem linken Stick -- Strafen (auch Seitwärtsschritt genannt) ist im normalen "Lauf"-Modus nicht möglich. Will man sich per rechtem C-Stick umsehen, muss man zugleich die rechte Triggertaste gedrückt halten -- und dies ist überdies nur im Stehen möglich. Mit der linken Triggertaste wiederum nimmt man Feinde ins Visier (dann kann auch gestraft werden) und schießt seine Standardwaffe mit dem A-Knopf ab, der Raketenwerfer wird mit der Y-Taste ausgelöst. Drückt man den C-Stick nach links, schaltet man um auf das Scan-Visier; nun leuchten interessante oder wichtige Objekte orange oder rot auf, worauf man sie mit der linken Triggertaste scannen kann. Dies ist auf jeden Fall nötig, denn nur so findet man wichtige Hinweise, öffnet Türen oder lernt mehr über seine Feinde. Bei einem Druck auf die X-Taste rollt sich Samus zum Morph-Ball zusammen, womit u.a. enge Passagen passiert werden können. Wie gesagt, die Steuerung benötigt einige Eingewöhnungszeit, geht dann aber wunderbar von der Hand, sodass man ständig die volle Kontrolle über Samus' Bewegungen hat.

Grafisch istMetroid Primeeine absolute Augenweide. Die fremdartige, riesige Welt Tallon IV voller Pflanzen, Felsformationen, Lavaseen oder giftigen Gewässern tut sich auf und will erst einmal erforscht werden. Zusätzliches Hindernis: nicht alle Gegenden kann Samus von Beginn an betreten, oft muss sie erst ganz bestimmte Hilfsmittel wie den Grapple Beam oder den Varia Suit finden. Fleißiges Herumlaufen, Scannen und Rätseln ist also angesagt. Hilfreich: eine detaillierte Karte, die man jederzeit aufrufen, frei zoomen und drehen kann und die vorbildlich beschriftet ist. Auch der Sound ist toll und passt jederzeit hundertprozentig zum Geschehen.

Fazit: ein absolut geniales Spiel und ein Muss für jeden GameCube-Besitzer! Der Mix aus Ego-Shooter-Action, Erforschen und Rätseleinlagen zieht den Spieler sofort in seinen Bann und lässt ihn so schnell nicht wieder los -- über eine zu kurze Spieldauer kann man sich hier wirklich nicht beklagen! Übrigens: Besitzer des GBA-TitelsMetroid Fusiondürfen sich über ein zusätzliches Extra freuen: Hat manMetroid Fusionkomplett durchgespielt, kann man unter anderem das original NES-Metroidzocken! Na, wenn das kein Anreiz ist... Jetzt aber auf nach Tallon IV!--Ines Heidrich

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