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| Sarah Brightman - La Luna: Live in Concert von Sarah Brightman
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| Rezensionen: | | > Als Sarah Brightman im Millenniumsjahr 2000 auf ausgedehnte Welttournee ging, da hatte sie sich einen ganz besonderen thematischen Schwerpunkt für ihr Repertoire überlegt: Der Mond schwebte sozusagen wie ein Leitstern über allem, er zog sich als roter Faden durch die Show der englischen Sängerin. Das Nachtgestirn, das als poetische Metapher für Romantik und sehnsüchtige Träume, aber ebenso für das Geheimnisvolle und Mystische steht, war bei der Bühnendekoration das herausragende visuelle Element: Er bestimmte das in tiefes Nachtblau gehüllte Lichtdesign. Auch bei der Songauswahl gab er den Ton an. Denn Sarah Brightman stellte für die Konzertreise ein Potpourri aus Opernarien, Musicalmelodien, unvergessenen Pop-Oldys und Hits von heute zusammen und suchte dafür hauptsächlich Lieder aus, in denen unser bleicher Erdtrabant die zentrale Rolle spielt.
Auf dem Programm der Sopranistin standen unter anderem "Figlio Perduto" (eine Adaption des langsamen Satzes von Beethovens Siebenter Symphonie), "There For Me" (im Duett mit Josh Groban vorgetragen), Puccinis "Nessun Dorma" (aus Turandot) sowie Dvoraks "La Luna". Und "Hijo De La Luna" (ein weiteres Stück von J.M. Cano, das Frau Brightman interpretiert), "He Doesn't See Me" (die englische Fassung eines Chansons von Jean-Jacques Goldman) und "La Califfa" (aus der Feder von Soundtrack-Spezialist Ennio Morricone) wurden ebenfalls in den bunten Liederstrauß zu Ehren von Frau Luna eingebunden.
Leider wird diese Reise zum Mond, die inzwischen in einer filmtechnisch einwandfreien Aufzeichnung vorliegt, von einigen Schönheitsfehlern getrübt. So leistet sich die Britin mitunter stimmliche Mängel und liegt etwa bei Henry Mancinis "Moon River" (aus dem Filmklassiker Frühstück bei Tiffany) weit neben der richtigen Intonation. Außerdem übertreibt sie es manchmal mit ihrem Hang zu Pathos und Gefühlsüberschwang. So manche große Geste, wie sie sie beispielsweise in der Darbietung von Andrew Lloyd-Webbers "Music Of The Night" platziert, wirkt sentimental, ja kitschig. Und auch "Pie Jesu" aus dem Requiem ihres Ex-Ehemannes tendiert zum emotionalen Nippes.
Diese Schwächen werden echten Fans den Genuss des Livemitschnitts jedoch keineswegs vermiesen, bekommen sie doch alles geboten, was sie an Sarah Brightman so schätzen: eine wirkungsvolle Show, glitzernde Theatereffekte, opulente Kostüme und Ohrwürmer, die zum Schwärmen und Mitsingen einladen. --Harald Kepler > > | | | © 1998-2001 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften | |
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